Schutzdienst (Gebrauchshundesport)


schutzdienst klein

Trainings- & Kurszeiten:
Sonntag 11:00 Uhr

Ein Schutzdienst ist kein „Scharfmachen„ des Hundes.

Hier schwankt der Laie zwischen Bewunderung und Verständnislosigkeit, wenn er Hunde während der Ausbildung sieht und stellt sich die Frage:

„Muss das der Hund machen? Handelt es sich hierbei nicht um Tierquälerei?“

Ausbildung eines Schutzhundes soll schon in jungen Jahren beginnen. Dort wird der Beutetrieb des Hundes im Spiel mit einer Beißwurst angesprochen, damit er später den Schutzärmel des Helfers als Beute
ansieht und in diesem Trieb ausgebildet werden kann. Heute bildet man die Tiere ausschließlich über Motivation und Spiel ohne wesentlichen Druck aus.

Der Hund im Sport lernt nicht, wie oft falsch dargestellt, einen Menschen zu beißen, sondern kann seinen Beutetrieb artgerecht ausleben. Im Sport werden die Hunde ausschließlich auf den Ärmel des Helfers fixiert - außerhalb des Hundeplatzes und ohne den Ärmel - wird ein ausgebildeter Sportschutzhund keinen Menschen angreifen - im Gegenteil, er reagiert laut Statistiken wesentlich nervenfester auf neue, ungewohnte Situationen.
Im Sport geht es vor allem darum, den geführten Hund zu einem absolut sicheren, zuverlässigen und auch in Extremsituationen völlig gehorsamen Begleiter zu trainieren.

Im VPG-Bereich ( VPG: Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde ) geführte Hunde sind daher meistens wesentlich selbstsicherer, ruhiger und besser zu führen als ihre nicht ausgebildeten Artgenossen.

Jedoch genießt auch ein Polizeihund eine Schutzhundeausbildung als Teil seiner Ausbildung, die aber wesentlich komplizierter aufgebaut ist und meist auch schneller vonstattengehen muss als bei einem im Sport geführten Hund. In der Ausbildung des Polizeihunds geht es letztlich nicht um das Spiel mit dem Helfer um die Beute, sondern tatsächlich darum, einen Täter im Ernstfall stellen zu können: Im Polizeihundebereich wird der Hund darauf trainiert, gezielt Menschen zu stellen, im Notfall auch anzugreifen, und auf Befehl des Hundeführers auch ohne Zögern wieder abzulassen.

Man wird nach dieser Ausbildung mit Sicherheit eine enge Bindung zu seinem Hund haben, zudem hat man einen gehorsamen und sicheren Hund an seiner Seite.